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Tätermethoden?

Der Täter arbeitet mit perfider Beeinflussung und Bedrohung, sucht sich seine Opfer sehr strategisch aus. Er nutzt den kulturellen und familiären Hintergrund gezielt aus, um das Opfer gefügig zu halten. Die große Armut und meist fehlende Bildung helfen ihm, denn das Opfer hat keine Alternative oder Kenntnis über die Rechte. Auch die Psyche spielt zu seinen Gunsten, da durch die Traumatisierung und die Solidarisierung mit dem Täter („Stockholm-Syndrom“) kaum ein Opfer die Kraft hat, auszusteigen. Je nach Land kann man andere Schwerpunkte beobachten. Diese Liste ist nicht vollständig, sondern nur eine erste Annäherung

Je nach Herkunftsland kann man Unterschiede im Umgang mit Opfern feststellen:

  • Ungarn: Täter setzen Opfer unter Druck durch starke physische Gewalt (massive Verletzungen)
  • Bulgarien/Rumänien: Täter setzen Opfer unter Druck durch Bedrohung der Familie im Heimatland, oftmals Familienclans, die eigene Angehörige verkaufen, vielfach sind die Opfer Sinti-Roma (ohne Bildung und Rechte)
  • Thai: Täter setzen Opfer unter Druck durch hohe Schuldknechtschaft, Mentalität der thailändischen Bevölkerung: Erst Schulden abbauen, dann „Freiheit“, d.h. es ist keine Gewalt nötig, weil die Opfer von sich aus gefügig sind. In Thailand besteht ein korruptes dichtes Netz (Polizei ist Teil des Systems, daher wenig Vertrauen), es gibt in Westländern nur Täterinnen (heiraten Deutschen, erhalten damit Aufenthaltstitel) und beherrschen dann die Frauen
  • Nigeria: Voodoo als Druckmittel und weibliche Zuhälter („Madame“)